jultschik
Генри Лонгфелло - Нюренберг

Там, где Пегниц лентой чистой то зажегся, то померк,
Средь Франконии холмистой встал старинный Нюренберг.

Город песен и сказаний, мастеров и торгашей,
Как грачи, воспоминанья вьются над стеной твоей.

Здесь, в глуши средневековой, феодалы - внук и дед -
В замках мрачных и суровых жили много долгих лет.

И богатый горожанин в грубых хвастался стихах,
Что имперский город станет властелином - всем на страх.

Лентой связана чугунной, возле замковых ворот
Королевы Кунигунды липа мощная растет.

И у древнего фонтана, там, где высится собор,
Короля Максимильяна славил лютней Мельхиор.

Я искусства мир богатый вижу в обликах живых:
Над бассейном мрамор статуй в шуме рынков городских.

Вдоль соборного портала изваяний старых ряд,
Тех, что вера завещала нам столетия назад.

У Себальда, где хранятся мощи в раке золотой,
Сонм апостолов - двенадцать - блещет бронзою литой.

У Лаврентия в соборе - как фонтанная струя,
Дароносица в притворе блещет золотом литья.

В мире гимнов и скульптуры здесь трудился, сердцем чист,
Живописец Альбрехт Дюрер, красоты евангелист.

И отсюда он в молчанье, вечный труженик в пути,
Навсегда ушел в скитанья, чтобы лучший мир найти.

"Emigravit" - возглашает надпись скромная плиты.
Но творец не умирает, он отходит в край мечты.

В старом городе все свято, солнцем залито живым
Оттого, что он когда-то шея по этим мостовым.

Где строенья тесно стали, крыши низко опустив,
Мейстерзингеры слагали свой бесхитростный мотив,

Шли сюда через заставы праздник песен повторить,
Дружно гнезда в храме Славы, словно ласточки, лепить.

Цех ткачей, цех сукновален - каждый меру в труд вплетал.
Кузнецы средь наковален гнули огненный металл.

Только Труд рождает зерна для Поэзии цветка
В мастерской, от дыма черной, и у ткацкого станка!

Так Ганс Сакс, поэт-сапожник, всех прославленных певцов
Превзошел в стихах несложных, в шутках, в блеске острых слов.

Дом, где жил он, по поверью, - кабачок уж много лет:
Над окном - венок, над дверью - маслом писанный портрет.

Как в не блещущей нарядом песне Пушмана живой,
Виден старец с кротким взглядом, с длинной белой бородой.

Люди отдых долгожданный здесь проводят до конца
С пивом в кружке оловянной, в кресле славного певца.

Дней былых прошло цветенье, но во тьме мой ловит взор
Эти пестрые виденья, старых вышивок узор.

Нет, не пышные фигуры императоров твоих, -
Но художник Альбрехт Дюрер и Ганс Сакс, любивший стих,

Нюренберг, из стран далеких привели меня сейчас
В темных, узких переулках о былом сложить рассказ.

Как цветок, средь плит взращенный, я любил искать всегда
След работы неуклонной, родословную Труда!

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Nürnberg

Wo aus üppigem Wiesenlande in dem Pegnitzthale blau
Hoch die fränk’schen Berge ragen, Nürnberg ich, das alte, schau.

Hochberühmt durch Fleiß und Handel, wie durch Kunst und Sängerwort,
Gleich den Dohlen kreisen Sagen um die spitzen Giebel dort.

Sagen aus dem Mittelalter, da mit kühner Heldenfaust
Noch manch deutscher Kaiser in dem altehrwürd’gen Schloss gehaust.

Wo im schlichten Reime prahlen könnt’ der Bürger brav und klug,
Dass durch alles Land die stolze Reichsstadt ihren Handel trug.

Wo von Königin Kunigundens Hand gepflanzt noch, wie man sagt,
Die manch Eisenband umklammert, vor dem Schloss die Linde ragt.

Und ich seh am Markt das Fenster, wo zu Kaiser Maxens Lob
Melchior einst, der Meistersänger, sein preiswürdig Lied erhob.

Eine Welt voll Wunder prangend schau die Kunst ich überall,
Manches reiche Marmorbecken überströmt der Fluten Schwall.

Säulengänge, Kirchportale schmückte mit der Heil’gen Reih’
Vorzeit einst, dass solchem Schutze Nürnberg? Stadt vertrauet sei,

In der Sankt Sebalduskirche liegt im Sarg des Heil’gen Staub,
Der Apostel eh’rne Zwölfe sind noch nicht der Zeiten Raub.

Sankt Laurenz! Tabernakel prangt in buntem Lichte reich,
Marmorarbeit, zart durchbrochen, einer Wassergarbe gleich.

Da die Kunst noch galt als Tugend und wie höchste Himmelsgunst,
Predigte hier Albrecht Dürer das Evangelium der Kunst.

Schlicht ehrfürcht’gen Herzens, rastlos, schuf er mit der Meisterhand,
Auf der Wand’rung sich betrachtend nur nach einem bessern Land.

„Emigravit“ heißt die Inschrift, die man auf dem Grabstein liest,
Mahnend, dass ein echter Künstler gleich der Kunst unsterblich ist.

Sonnenhelle Zauber weben um die Stätten, wo er ging,
Alte Stadt um deine Türme, deren Himmel ihn umfing.

Aus den Gässchen, schmal und dunkel, durch die Straßen hell und breit,
Schritten einst die Meistersänger stolz, in rauher Ehrbarkeit.

Aus der Vorstadt, fern und düster, wallten sie zum Gilde-Haus,
Suchten sich im Ruhmestempel Schwalben gleich ein Nestchen aus.

Woben wie mit Weberschiffchen manche Weise wunderhold,
Hämmerten auf dem Ambos klingend, Schmieden gleich, ihr Liedergold.

Dankten Gott, der bei des Hammers Dröhnen, unter Funkensprühn
Und in dumpfen Weberstuben ließ der Dichtung Blume blühn.

Hier war’s, wo in Foliobände der gekrönte Zunftgenoss,
Haupt er der zwölf weisen Meister, Hans Sachs, seine Lieder goss.

Ob sein Haus nun eine Schenke, — weißer Sand im Flure blinkt,
Blumen prangen doch im Fenster, ob dem Tor sein Bildnis winkt.

Ein bescheid’ner Künstler malte ihn, wie Adam Puschmann sang,
Taubensanft den muntern Alten, mit dem Barte weiß und lang.

In dem Sorgenstuhl des Meisters, auf dem Tisch den Krug von Zinn,
Überschlug manch brauner Werkner abendlich des Tags Gewinn.

Ob entschwand der alte Schimmer, schau ich die Gestalten doch,
Eine bleichende Tapete, mit dem Seelenauge noch.

Nicht dein Rat und deine Kaiser schaffen dir den Ruhmesglanz,
Doch der Maler Albrecht Dürer und Hans Sachsens Lorbeerkranz.

Und so nimm denn hin, o Nürnberg, dieses anspruchslose Lied,
Das aus fernem West ein Wandrer sang und aus den Toren zieht.

Sah er doch aus Pflasterfugen sprossen Nürnbergs schönste Blum’,
Arbeit, deinen alten Adel, - Arbeit, deinen Weltenruhm!

Henry Wadsworth Longfellow

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Norbert Wittke
Ode über Nürnberg




Nürnberg du schöne alte Stadt in Franken,
dir können wir alle sehr vieles verdanken.
Zu beiden Seiten der Pegnitz gelegen,
können wir hier vielen Leckereien begegnen.
Weltbekannt bist du durch deine Lebkuchen,
aber auch durch die Damen, die Liebe suchen.

Du bist Weihnachtsstadt Nr. 1 mit Christkindlmarkt,
zu 90 % im Krieg zerstört und wieder in Größe erstarkt.
Eine Altstadt mit eindrucksvoller bunter Kulisse,
die Erhaltung des Historischen ist hier die Prämisse.
Wurde auch in der braunen Zeit dein Ansehen beschmutzt,
du hast es überwunden und dich sehr gut heraus geputzt.

In deiner fast tausenjährigen wechselhaften Geschichte,
gab es viele berühmte Leute, die dich führten zum Lichte.
Deine Burg mit unzähligen historischen Nebengebäuden,
erfüllt jeden Betrachter beim Anblick mit inneren Freuden.
Berühmte Erfinder und Künstler weilten in deinen Mauern,
Menschen um die viele hier heute noch inständig trauern.

Albrecht Dürer, Peter Henlein, Hans Sachs, Maria Sybilla Merian,
Johann Pachelbel, Hermann Kesten, Richard Lindner brachten dich voran.
Heute lebt hier ein neuer Typ von Stadtschreiber, Egbert Schmitt,
der seine Stadt mit liebevollen, neuen Geschichten hier vertritt.
Tagsüber bastelt er an so manchen neuen Spielzeugkatalogen,
dann berichtet er über Nürnberger Geschichten unverbogen.

Nürnberg, Stadt der geschützten, bekannten Nürnberger Bratwurst,
die Vielfalt der Biere löscht zum und nach dem Essen den Durst.
Das große Pech für Antialkoholiker und Vegetarier ist die Stadt,
dafür das Umland auch diesen einiges zum Verzehr zu bieten hat.
Um Nürnberg erstreckt sich weitläufig das Knoblauchland,
dort werden viel Arten Gemüse angebaut mit viel Sachverstand.

Nürnberg schuf auch jüngst das Bündnis für die Familien,
Familien- und Kinderfreundlichkeit sind hier die Linien.
Eine grüne Lunge umgibt mit dem Reichswald die Stadt,
fahrt mal hin weil für alle Nürnberg so vieles zu bieten hat.
Genießt dann diese schönen Stunden dort in Franken,
wo sie mit Freundlichkeit für euren Besuch dort danken.

02.05.2009


@темы: Нюрнберг, стихи